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Fassadenfarbe erneuern – so geht’s richtig

Ca. alle 10 bis 15 Jahre sollten Sie die Fassadenfarbe erneuern. So bietet sie sowohl Schutz vor Wind und Wetter und sieht zugleich geflegt aus. Allerdings gehört mehr zum Fassadenstreichen als nur die Rolle in den Farbeimer tunken und loszumalen.

In diesem informativen Artikel erfahren Sie daher, wie Sie gut vorbereitet starten, Ihrem Haus einen neuen Anstrich zu geben.

Aufbau eines Baugerüstes

Ein Baugerüst erleichtert das Streichen der Fassade enorm. Hier stehen Kosten und Arbeitsersparnis direkt im Verhältnis zueinander. Besonders bei mehrstöckigen Bauten können mit einem Gerüst sämtliche Flächen leicht erreichbar, neu gestrichen werden. Mittels Anker und Dübeln, werden Gerüststängen an der Fassade befestigt und so um das gesamte Baufwerk gestellt.

Sicher gibt es auch in Ihrer Nähe einen Leihservice, bei dem sie günstig ein Baugerüst sowie den Transport und den Auf-/Abbau organisieren können.

Vorbereitung und Prüfung des Untergrundes

Bevor Sie loslegen, sollten Sie den Untergrund fachgerecht Beurteilen lassen. Dabei hilft die Sichtprüfung Verfärbungen, Schmutz, lockere Farbschichten sowie Algen und Mose zu entdecken. Für eine optimale Vorbereitung, entfernern Sie diese bitte mit einer feuchten Bürste oder gar einem Hochdruckreiniger.

Es gibt zudem drei Prüfverfahren, mit denen Sie den Untergrund auf dessen Beschaffenheit testen müssen:

  • Wischtest
  • Klopftest
  • Abreißprüfung

Entdecken Sie beim Klopftest etwaige Hohlstellen, schlagen Sie diese ab und verputzen die Stelle neu. Nach diesen Arbeiten achten Sie auf eine vollständig trockene und saubere Fassade. Risse, Feuchtigkeit, Staub und Schmutz sind für den neuen Fassadenanstrich nicht gewollt. Das erreichen Sie wie eingangs erwähnt sowohl mit Wasser und einer Bürste als auch mit einem Hochdruckreiniger.

Mit dieser Vorbehandlung sollten nun alle Risse sichtbar geworden sein und können entfernt werden. Lockerer Putz wird entfernt und erneuert. Nun steht nach der Trocknung, dem Auftragen neuer Fassadenfarbe nur noch ein Schritt entgegen: Das Auftragen von Fassadengrund.

Dieser wird auf die gesamte Fassade aufgetragen, um eine gleichmäßige Saugfähigkeit zu erzielen. Fassadengrund wird mit einem Fassadenroller, dem Drucksprüher oder einem Quast aufgetragen. Türen und Fenster gehören zudem abgedeckt, um sie vor Schaden zu bewahren.

Fassadenfarben Auswahl

Es gibt viele verschiedene Produkte um die Fassadenfarbe erneuen zu können. Das wichtigste ist die Qualität. Der erneute Fassadenanstrich muss genügend Schutz vor Regen bieten und zudem leicht verarbeitet werden können. Dazu eignen sich besonders Dispersions-Silikatfarben. Durch ihre Beschaffenheit wird feuchten Dämpfen das Austreten aus dem Mauerwerk austreten. Diese fertig angemischten Farben gehören jedoch nicht auf Kunstharzputz. Auch alte Dispersionsanstriche gehören nicht einfach überstrichen.

Dispersionsfassadenfarbe ist sowohl wasserabweisend und Wasserdampfdurchlässig. Zudem gibt es sie in einer großen Anzahl konstrastreichen Farben. Das macht sie zu einer beliebten Allzweckfarbe für schöne Fassaden. Tiefengrund als Grundierung kommt außerdem zum Einsatz, wenn die Fassadenfarbe auf zuvor verwendete Anstriche aus Silikat oder Kalk angewendet werden soll.

Sie möchten Ihre Fassade vor Pilzen und Algen schützen? Greifen Sie dazu auf Silikonharzfassadenanstriche zurück. Durch ihre hohe Durchlässigkeit für feuchte Dämpfe und Schutz vor Wasser, eignet sich diese hervorragend für Anstriche von Nord- und Wetterseiten.

Schritt für Schritt Fassadenfarbe erneuern

Sind alle Vorbereitungen zum Fassadenfarbe erneuern abgeschlossen, kann der erste Anstrich durchgeführt werden. Dieser Voranstrich wird mit Wasser zu ca 10% verdünnt (genaue Angaben entnehmen Sie bitte dem jeweiligen Produkt selbst). Im Anschluss wird die so verdünnte Farbe mit dem Fassadenroller aufgetragen (Ritzen, Kanten und nicht erreichbare Ecken können durch einen Pinsel gestrichen werden).

Wichtig ist, druch gleichmäßiges Rollen für den richtigen Farbauftrag zu sorgen. Dafür wird die Farbe von oben nach unten, dann Quer und abschließen wieder vertikal verteilt. Nach Abschluss des 1. Anstrichs lassen Sie die verdünnte Fassadenfarbe vollständig trocknen. Erst dann wird in einem zweiten Anstrich, unverdünnte Farbe darüber aufgetragen.

Tipp:

Strichen Sie Ihre Fassade nie bei direktem Einfluss von Sonnenlicht. Sehr heiße oder auch kalte Tage (unter 5°C) kommen für einen guten Fassadenanstrich ebenso nicht in Frage. Zudem sollte die Farbe vor dem Gebrauch stets ausreichend durchgerührt werden.

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